Hamburg > Brüssel (Part III)

So, ich bin schon sehr viel weiter … die Station Bottrop / Kaufland konnte nicht zum Schreiben genutzt werden, da der Lader im 2. Tiefgaragenstockwerk liegt und eine Verbindung zur Außenwelt nicht möglich war. Und ich musste noch einkaufen und so … Lieber ein wenig was Schnabbulieren und die Sonne vor dem Kaufland genutzt …

Aber zur Strecke ist auch nicht viel zu sagen, was vorher ein Belgier war, entpuppte sich nun als polnischer Kleinlaster, ebenso mit 100 bis 120 unterwegs. Leider nicht so konstant wie der Belgier, aber das kann er ja noch lernen. Der Rest, Entspannung. Die Beschreibung des Laders bei Kaufland selber in Bottrop hätte man sich auch mal vorher durchlesen können. Dann wäre das Gesuche nicht so groß gewesen. Die sind nämlich in der Tiefgarage im zweiten Stock (also noch einen nach unten und dann am Ende der Parkplätze). Besser versteckt geht nicht. Zum Glück erhaschte ich einen Blick an einer Zoe vorbei, die per Typ-2 lud. Also rückwärts rein und Anstöpseln. Angekommen war ich mit 41% Akkuladung und einer Restreichweite von 92 km. Laut Anzeige sollte es 45 Minuten dauern, also genug Zeit, einen kleinen Snack zu erstehen und sich draußen in der Sonne dem Müßiggang hinzugeben.

Trotz pünktlicher Wiederkehr zum Parkplatz waren immer noch 10 Minuten auf der Uhr. Aber das ist ja nicht so schlimm … Den Rest Cappuchino getrunken und den Müsliriegel verspachtelt und schon ploppte es an der Säule – fertig! Mit 100% und angezeigten 224 km Restreichweite ging es auf die längste Etappe der heutigen Tour. Quer durch den Pott, rüber nach Holland und dann rein nach Belgien. 161 km insgesamt bis zum Lidl in Oupeye. Schnell erzählt – alles flott und geschmeidig. Mit lockeren 53 km Rest rollte ich schlussendlich beim Lidl vor. Dann noch kurz die beste Ehefrau von allen angerufen und abgeklärt, was an Getränken noch fehlt – und Stecker stecken. Zwar nur ein 20 KWCCS, aber einem geschenkten Gaul … 

 … Doch … 

 … Pustekuchen. Die Säule erzählte mir zwar noch kurz, dass noch 24% im Akku seien, aber die Ladung startete nicht. Beim zweiten Mal auch nicht, beim dritten Mal auch nicht. Error in der Kommunikation. Ich geb dir gleich einen Error … Da war guter Rat teuer, aber freundlich! Ein Jaguar ePace rollte auf den Hof und ein dazu passender Herr mit feinem Schnäuzer, Sonnenbrille, in Hemd und mit junger Frau nebst Kind – klassische Zweitehe und -wagen – stellte sich neben mich und schaute ebenso auf das Display. Zum Glück ist mein Französisch so gut, dass ich ihm erklären konnte, was Sache ist. Und dass ich noch bis Brüssel müsse, was 106 km seien, ich aber nur noch Elektronen für 53 im Akku hätte. Er beruhigte mich und meinte, sein Jaguar würde auch nicht angenommen werden – der i3 seiner Frau aber schon … Na super. Und wie hilft mir das jetzt weiter? Aber … der Belgier an sich ist ja freundlich und zuvorkommend. Es gebe noch einen Lader in Huy (*hui*?) bei Q8 (einer Tanke). Da sei es auch graduit! Sind auch nur 34 km … *hrg* … OK … So viel zur lockeren Umgehensweise mit der Restreichweite. Ich habe noch nie auf einer Autofahrt so viel hin- und hergerechnet wie just zwischen Oupeye und Huy. Immer die Restreichweite minus der Entfernung ist der Stand, mit dem ich auf die Raststätte rollen würde – wenn es sich denn ausgeht. Es schwankte immer zwischen 10 und 15 km. Alles aus, Eco+ rein, 92 hinter’m Laster … Je nachdem, ob es bergauf oder bergab ging schmolz die Reichweite dahin (viel zu schnell für meinen Geschmack) oder verharrte für ein paar Kilometer bei einer Zahl. Und dann die verschiedenen Warnungen – bei 50 km Rest, eingeschränkter Komfort (ich weiß!), 30 gab es glaube ich noch einen Hinweis und bei 20 nun “sehr eingeschränkt”. War mir klar. Am Ende sollte es noch für 13 km Rest reichen und die Ladesäule war frei und … funktionierte! 

Wüsste nicht, was ich sonst gemacht hätte. Gegenüber ist auch noch dasselbe in Grün, aber wie ich über die 6-spurige Autobahn gekommen wäre oder wo die nächste Ausfahrt zum Wenden gewesen wäre … who knows?! Da es nur ein 20 KM CCS-Lader ist, dauert es jetzt wohl ein wenig. Aber ich muss den Akku zum Glück nicht ganz voll machen. Sind nur noch 81 km bis zur Haustür. Und dort kann ich dann morgen in aller Seelen Ruhe wieder aufladen … bei Lidl! Hoffentlich klappt es dort. Mache auch gleich erst einmal einen Eintrag bei den Jungs von GE zwecks Lidl-Oupeyeyeyey …..

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