Hamburg > Brüssel (Part I)

Es ist 4:35 Uhr … das erst Mal wache ich auf vom Vogelgezwitscher draußen. Und das bestimmt auch nur, weil meine Frau sich angewöhnt hat, den Klingelton einer fröhlichen Vogelschar gewählt zu haben. Nun ist das jedes Mal verheerend, wenn ich das höre – egal ob digital oder in natura. Nun gut, mein Wecker steht auf 7 Uhr … Also drehe ich mich um und döse wieder ein. Nach knapp einer Stunde schaue ich wieder auf die Uhr – 4:50 … *mist* … Also, nützt ja alles nichts. Aber zu früh darf ich eh nicht los, überschlage ich kurz in meinem schläfrigen Kopf. Sonst bin ich zu früh bei IKEA in Osnabrück und stehe vor verschlossener Tür. Auch nicht gut. Also entspannt und geruhsam aufwachen und aufstehen (oder umgekehrt). Anziehen, Frühstücken, Kaffee (wichtig, wenn es erst 5:30 Uhr ist) und gemütlich das Handy nach den neuesten Nachrichten durchforsten. AKK, von der Leyen, Bayern … wen(n) es interessiert … 

Dann alles ins Auto packen, immer wieder erstaunlich wie unproblematisch alles reinpasst. Ist zwar nicht viel, aber ein Bürostuhl, Monitor, Klamotten etc. sind schon auch nicht wenig. Und dann ein letzter Blick durch’s Haus und ab dafür. Es ist 6:40, der Akku ist voll und berichtet mir von 266 km Restreichweite (im ECO+-Modus). Es ist 17 Grad, ich bin müde und starte mit dem fröhlichen *bling* den Motor. Los geht’s!

Die Fahrt ist echt entspannt. Erst bis zur Autobahn durchschlagen, anfangender Berufsverkehr und dann auf die Autobahn, gleich Elbtunnel. Ein wenig sortieren – ACC einstellen auf die vorgegebenen 95 und hinter einem LKW mit 60 durch die Röhre. Die restliche Fahrt ist echt entspannt – ich liebe es, dahinzugleiten, während die anderen völlig hektisch und mit Lichthupe von hinten angeschossen den Nebenmann von der linken Spur scheuchen. Und ich so … *grins*

Kurz vor Sittensen dann endlich ein Kleinlaster, der so zwischen 110 und 120 fährt. Eco+ raus und hintergehängt. Das geht echt gut. Nach anfänglichem hin- und her (Nein, ich will nicht überholen), hat er es kapiert und macht mir die Bahn frei. Nach weiteren 30 km wird es ihm sichtlich unheimlich, dass ich jede Lücke mitfahre und streng hinter ihm bleibe. Dann fängt er an hektische Fahrmanöver zu machen und versucht mich abzuhängen. Wartet, bis einer auf der mittleren Spur fast neben mir ist und zieht dann hinter einem LKW hervor, gibt Gas und versucht sein Glück in heilloser Flucht. Aber … egal, was er probiert, keine 5 Minuten später bin ich wieder hinter ihm … Dann leider fährt er vor Bremen ab, schade … aber ich habe eh nur noch 5 km vor mir. Müsste bald abgehen … ist eh 120 begrenzt, also laufen lassen.

Und … da war die Ausfahrt, hätte mich vorher schon ganz rechts einordnen müssen. *so’n schiet*. Zum Glück gibt es hier jeden km eine Ausfahrt, also nächste runter, einmal gekreiselt und wieder Richtung Hamburg. Muss dann gar nicht den Abbieger verlassen, da dieser gleich wieder zur Ausfahrt wird. Noch mal Glück im Unglück. Dann sind es nur noch 500 m und … hier stehe ich nun. Beide Säulen waren frei, CCS eingestöpselt und … *upps* Karte einlesen … Hmmm … dachte kostenlos. Also Maingau rausgekramt, vorgehalten und … Ladung beginnt. Hoffe einmal, dass das nur zum Starten ist und nicht abgerechnet wird. Und wenn schon – aber dann wäre die Challenge “kostenlos nach Brüssel” schon am ersten Lader gescheitert.

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