Planung: 660 KM Langstrecke

Am Freitag sollte es auf große Reisegehen: die Strecke Hamburg – Brüssel wollte bewältigt werden. Nachdem es mit Berlin schon so gut, reibungslos und entspannt geklappt hat, ist mir die Reichweitenangst ein wenig geschwunden und ich blicke zuversichtlich auf die da kommenden Stunden … Ich rechne mit 8 bis 9 Stunden … Wie sich herausstellen würde, konnte man sich ja mal verrechnen …

Start war – natürlich – in Hamburg, der gute eMIL hing schon ab Donnerstag am Netz und wartete auf 21 Uhr, damit das Laden beginnen konnte (habe ja Nachtstrom). Stand war bei 197 km Restreichweite und er würde dann morgens irgendwas von 260 faseln … Wahrscheinlich … Die große Fahrt konnte kommen. Und zwar würde das ein Shoppingtripp werden … quasi … oder zumindest gefühlt. Denn die Planungspriorität lag bei “kostenlos” die Strecke bewältigen (so mir denn die Elektrogötter hold gewogen sein würden). Los und dann das erst Mal Laden wollte ich bei Elektro Schulz in Bremen. Sollte ein klasse Ort dafür sein. Und auch das Backup stand ein paar Kilometer weiter: bei IKEA in Stuhr. Hier musste ich wohl nicht ganz voll machen, da der nächste Halt schon nach ca. 130 KM erfolgen sollte – bei IKEA in Osnabrück. Mit Glück wäre auch gerade Mittagszeit, dann könnte ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Sollte ich nur kostenlos laden können, wenn ich etwas kaufen würde, auch kein Problem: eine Marabou ging immer und Wäschebügel brauchten wir eh noch einen Schwung…

Weiter würde es dann zum Kaufland in Bottrop gehen – wieder so 130 km. Dort wollte ich noch ein paar Grundnahrungsmittel einkaufen. Weitere Ladungspunkte wären in der Nähe zu finden … Auch wenn ich mich in Bottrop nicht unnötig lange aufhalten mochte, so musste ich wohl doch fast voll machen, da der nächste Tripp der Längste sein würde: bis nach Belgien rein, zu Lidl in Oupeye – das werden ca. 170 km. Auch hier hatte ich schon eine kleine Einkaufsliste dabei. Da die Belgier es nicht so mit dem Pfandsystem bei Plastikflaschen haben, wollte ich für Brüssel mehrere Pakete einladen. Wenn ich hier mit “deutschem” Wasser auftauche, müsste man die Flaschen am Ende doch wegschmeißen – wollte ich nicht alle wieder mit nach Hamburg nehmen. Auch irgendwie blöde.

Danach waren es nur noch etwas mehr als 100 km bis zum Ziel. Leider ist es in Brüssel ja nicht so nice mit dem Parken – ich werde versuchen ein Anwohnerparkschein zu bekommen. Dann sind es nur 10,- Euro im Jahr. Ansonsten bis zu 25,- Euro am Tag … Wenn man nicht abgeschleppt wird. Von daher wollte ich nach dem Ausladen und so erst einmal den Resttag bezahlen, ehe ich am Samstag dann zum P+R fahre, um die Kiste abzustellen.

Ist eine lange Woche in Brüssel – und nach 10 Tagen würde es wieder die gleiche Strecke zurückgehen. Ob genau mit dem gleichen Ladepunkten, wusste ich noch nicht. Aber der Hinweg würde es zeigen, wie es läuft – und wieviel Marabou ich kaufen musste, damit es sich lohnt. 

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